Mit ihrer Terminologie und technischen Besonderheiten, kann die Welt der Keramik manchmal einem wahren Dschungel gleichen. Ohne die Hilfe eines Wörterbuchs, kann Ihnen nur eine Person helfen: Ihr Kundenberater!

Sie haben kürzlich beschlossen, ihr Haus zu renovieren? Sie möchten die Badezimmerfliesen auswechseln, vielleicht sogar die Terrassenböden? Bevor Sie Ihren vertrauten Fliesenhändler besuchen, stöbern Sie durchs Internet, um sich über die aktuellen Angebote zu informieren.

Die Auswahl scheint endlos zu sein: Formate aller Grössen, Designs aller Art. Holz-, Beton-, Stein- oder Marmoroptik… aber dann stossen Sie auf einmal auf seltsame Begriffe. „Rektifiziert“, „glasiert“, „schattiert“… Hilfe! Ja, die technische Welt der Keramik kann einem wahren Dschungel gleichen! Zum Glück kann Ihnen die professionelle Beratung unseres Verkaufspersonals bei der Auswahl der richtigen Materialien weiter helfen. Gerne geben wir Ihnen im Voraus schon mal einige spezifische Definitionen mit.

Stärke der Fliese

Beginnen wir mit einem einfachen Begriff, der wahrscheinlich keiner weiteren Definition bedarf: die Fliesenstärke. Die Standardgrösse ist sicherlich 1 cm (auch als 10 mm bezeichnet), aber im Laufe der Jahre hat der Markt neue Anforderungen erfüllt, indem er Stärken wie 3,5 mm, 5,5 mm, 6 mm oder 20 mm eingeführt hat. Welchen Zweck erfüllen diese verschiedenen Stärken und wo genau werden diese eingesetzt?

Feinsteinzeugplatten in 6 mm Stärke sind sowohl für Böden als auch für Wände geeignet. Bodenfliesen in 6 mm zeichnen sich durch die Leichtigkeit des Materials aus, wodurch sie sich besonders für die Renovierung und die Verlegung auf bestehenden Oberflächen eignen, was die Kosten für die Entfernung und Entsorgung spart. Dünn ist nicht gleich zerbrechlich! Bei richtiger Verlegung haben die Platten die gleiche Festigkeit wie eine 1 cm Stärke Fliese.

Fliesen mit einer Stärke von 20 mm sind am besten für Terrassen oder Balkone geeignet, da die Temperaturen im Freien stärker schwanken können. Das Feinsteinzeug selbst ist frostsicher, aber auch die Stärke spielt eine wesentliche Rolle bei der Gewährleistung seiner perfekten Konservierung im Laufe der Zeit. In Anbetracht der Tatsache, dass ein Fussboden von einer Mindesttemperatur von -20 °C bis zu einer Höchsttemperatur von 40 °C in der Sonne und einem möglichen Temperaturschock von etwa 60 °C schwanken kann, müssen die Phasen des Zusammenziehens und Ausdehnens der Fliesen berücksichtigt werden.

Trittsicherheit

Wenn Sie auf der Suche nach rutschfesten Fliesen für Ihr Bad oder Ihren Aussenbereich sind, werden Sie sicherlich schon einmal auf die R-Zeichen gestossen sein. Aber was genau sind sie und wofür stehen sie?

Der Gleitreibungskoeffizient, angegeben durch den Wert „R“ (der sich auf den Neigungswinkel bezieht, bei dem die Person den Halt verliert), klassifiziert die Fliesen nach ihrem Reibungskoeffizienten, je nach Raum oder den spezifischen Anforderungen des Verwendungszwecks, wobei eine zunehmende Reihenfolge der Gefährlichkeit angegeben wird. Dabei wird unterschieden zwischen begehbaren Flächen für Schuhbereiche (R9 – R12) und für Barfussbereiche (A, B und C).

Im Allgemeinen werden R9- oder R10-Fliesen in privaten oder Wohnbereichen und R11-Fliesen für Terrassen oder Aussenbereiche verwendet.
Für Bereiche, in denen Wasser vorhanden ist und in denen Barfusslaufen zu erwarten ist, muss der Boden noch restriktivere Leistungsanforderungen erfüllen und einen höheren Grad an Rutschfestigkeit aufweisen.

Im Allgemeinen gilt die folgende Übersichtstabelle, am besten ist es jedoch, wenn Sie sich von einem Experten beraten lassen:

Koeffizient Anwendungsbereich
R9 Privatwohnsitz, Innenraum
R10 Treppenhausbereich, Bad, überdachter Balkon
R11 Überdachte Aussentreppe, nicht überdachte Terrassen
R12 Aussentreppe
Koeffizient Anwendungsbereich
A Badezimmer, Toilette
B Duschbereiche, Duschwannen
C Therapiebäder, Schwimmbecken

Rektifizierte Fliese

In der Regel weisen die Kanten gewöhnlicher Fliesen nach dem Brennen eine leichte Wölbung auf, die für das ungeübte Auge praktisch unsichtbar ist. Diese Eigenschaft ist völlig normal und liegt an den Pressen, mit denen die Fliesen geformt werden.

Die „Rektifikation“ ist ein Nachbearbeitungsprozess, bei dem spezielle Fräsgeräte eingesetzt werden, um alle Kanten der Fliese exakt auszugleichen und perfekte 90°-Winkel zu bilden.

Bei diesem Verfahren werden alle Fliesen in Größe und Stärke vollkommen identisch sein, so dass die Fliesen bei der Verlegung sehr nahe beieinander verlegt werden können und die Fuge auf ein minimum von 2 mm reduziert wird. Die Rektifizierung der Fliesenkanten ist ein wichtiger Aspekt, der zu berücksichtigen ist, wenn sehr dünne Fugen erforderlich sind. Das Ergebnis wird sehr modern und sauber sein.

Zwei Fliesen mit einer „natürlichen“ und nicht rektifizierten Kante werden aufgrund dieses leicht ungleichmässigen Umfangs niemals perfekt zusammenpassen.

Unsere Dienstleitungen